Die Stammeltern in Deutschland
Unsere Familie kam nicht freiwillig nach Deutschland. Paweł und Maria wurden im Zweiten Weltkrieg aus dem besetzten Polen zur Zwangsarbeit verschleppt, kannten sich zu dieser Zeit noch nicht und fanden nach der Befreiung im Lager für „Displaced Persons“ in Augustdorf zueinander. 1948 heirateten sie und blieben in Deutschland.
Woher der Name kommt
Głowiszyn (gesprochen etwa „Gwo-wi-schin“) ist ein sehr seltener Familienname. Alle bisher gefundenen Träger stammen aus der Gegend um Skałat in Ostgalizien, etwa aus den Dörfern Okno und Nowosiółka. Die Gegend gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn, dann zu Polen und liegt heute in der Ukraine (Oblast Ternopil).
Der Wortstamm głow- bedeutet „Kopf“ (polnisch głowa). Die Endung -yn ist typisch für Namen aus dem polnisch-ukrainischen Grenzraum. In Deutschland wurde aus dem polnischen Ł ein einfaches L, daher Glowiszyn.
Stammbaum
Was bisher belegt ist. Gestrichelte Linien sind noch nicht nachgewiesen.
Weitere Namensträger aus der Heimatregion
Die genaue Verwandtschaft ist noch ungeklärt. Wegen des seltenen Namens und derselben Herkunft sind sie aber sehr wahrscheinlich Verwandte.
Zeitleiste
Orte der Familie
Originaldokumente
Akten der Internationalen Flüchtlingsorganisation (IRO) und des Internationalen Suchdienstes, heute in den Arolsen Archives. Zum Vergrößern antippen.
Quellen & offene Fragen
Quellen
- Arolsen Archives, Online-Archiv: Suche „Glowiszyn“. Bestände 2.1.1.1, 2.1.2.1, 3.1.1.1, 3.2.1.1 (IRO CM/1), 6.3.3.3.
- W. Barczyk u. a.: Skałat w czasie pokoju i wojny. Wspomnienia, księga druga, Warszawa 2003 (Antoni und Tadeusz Głowiszyn).
- Nachruf Thadeus Z. Glowiszyn, Geisen Funeral Home, 2006.
- Abbildungen der Dokumente: © Arolsen Archives.
Was wir noch suchen
- Kinder von Paweł und Maria und der Weg von Augustdorf nach Essen
- Sterbedaten von Paweł und Maria
- Eltern von Paweł in Okno; Verbindung zu Franko, Tadeusz, Zofia und Maria Holyńska
- Gesperrte ITS-Akten (T/D 829 609, 1 614 833, 13 617) – Anfrage bei den Arolsen Archives
- Kirchenbücher von Okno (Ukraine) und Paszowa (Diözesanarchiv Przemyśl)